Aktuelles

Die nächste Zusammenkunft des Qualitätsnetzwerkes Bürgergutachten findet vom 21. bis 22. Oktober 2016 in Fürstenau (Niedersachsen) statt. Anmeldungen bitte über Herrn Bach beim nexus Institut. Das Programm gibt es als pdf.

 

Planungszelle und Bürgergutachten in München zum "Kunstareal"

Der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München vereinbarten 2009, die Museums-, Kunst- und Wissenschaftslandschaft rund um die Pinakotheken und den Königsplatz gemeinsam voranzutreiben. Sie wollen nach eigenen Angaben Strategien für eine bessere Vernetzung, Präsentation und Förderung entwickeln.

Unter dem Titel "Kunstareal München" arbeiten Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Kulturinstitutionen, Hochschulen und das Publikum intensiv zusammen, um das Areal in seiner Vielfalt bekannter zu machen. München soll national und international als einmaliger Kultur- und Wissensstandort wahrgenommen werden.

Das Projekt wurde bereits in Workshops, Ausstellungen und Befragungen mit der Öffentlichkeit diskutiert. Prozessbegleitend hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München in den Jahren 2010 und 2012 Stadtrat-Hearings durchgeführt. Im Oktober 2012 wurde es vom Stadtrat beauftragt, ein Bürgergutachten zu starten, um den Planungsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und im Dialog gemeinsam zu gestalten.

Das Bürgergutachten zum Kunstareal enthält Empfehlungen von etwa hundert Münchnerinnen und Münchnern. Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen trafen sich die Teilnehmer im September 2013 jeweils vier ganze Tage lang, um über verschiedene Themen zu diskutieren. Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation. Am 25. Februar 2014 ist das Bürgergutachten an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben worden.

Lesen Sie mehr:
Stadt München zum Kunstareal (externer Link)
Das Bürgergutachten können Sie hier herunterladen (pdf, 10 MB)

 

 


 

Treffen in Kempten

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Treffen der PZ-Protagonisten - Semniar Elstal 28./29.10.2011


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Treffen der PZ-Protagonisten - Uni Wuppertal 29./30.10.2010

25 Meinungsbildner, Bahnbrecher, Neuerer, Vorkämpfer, Vorreiter, Pioniere und Wegbereiter des Bürgerbeteiligungsverfahrens Planungszelle aus ganz Deutschland trafen sich zur Beratung in Wuppertal.

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PZ-Treffen am 29.10 2010 im Senatssaal der Uni Wuppertal (Foto: Paul-Roemer)

Dabei wurden die Proteste und der Versuch einer Schlichtung zu "Stuttgart 21" genauso angesprochen wie die Frage nach der Anpassung des Modells PLANUNGZELLE-BÜRGERGUTACHTEN, welches vor über 30 Jahren von Prof. Dienel entwickelt wurde. Erfeulicherweise gibt es in Japan und Frankreich eine Vielzahl von Planungszellenprojekten. In Deutschland hingegen setzt die Politik oftmals auf "billigere" Methoden, was vielfach beklagt wurde.

Die PZ-Pioniere vereinbarten die Qualitätsstandards des PZ-Verfahrens zu sichern, damit sich keine "Schein"-Bürgerbeteiligung in Deutschland durchsetzen kann. Dies wird als die größte Gefahr in der Partizipationsbewegung erkannt. Ebenso soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden. In 2011 treffen sich die PZ-Protagonisten zu weiteren Beratungen in Berlin. (roe)

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Die "PZ-Dinosaurier" = 120 Jahre Planungszellenerfahrung a. e. Bild (Foto: Paul-Roemer)

 

 


 

Dienel-Archiv gegründet! - 20.01.2010

Das Lebenswerk von Prof. Peter Dienel wurde in Berlin in das Dienel-Archiv überführt. Es besteht aus 120 Umzugskarton, die alle gesichtet worden sind. Das meiste besteht aus PZ-Projekt gebundenen Unterlagen. Nach einer ersten Sichtung wurden die Dokumente in einem Findbuch gelistet. Das Findbuch hat im Moment 350 Einträge. Insgesamt wird geschätzt, dass die Zahl 1.200 bis 1.500 erreichen wird. Ein Drittel der Dokumente sind jetzt eingetragen und repräsentieren 100 Archivkartons. Die Arbeit wird wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Viele Texte sind höchst interessant, weil sie die Geschichte der PZ und ihre Entwicklung wunderbar dokumentieren. Man bekommt eine sehr genaue Vorstellung von der zunehmenden Standardisierung des Prozesses, aber auch der Zweifel und Fragen von Peter Dienel und den PZ-Promotoren.Es finden sich auch sehr beeindruckende Dokumente. Zum Beispiel die Unterlagen des 1982 durchgeführten Projektes "Zukünftige Energie", in der die Bürger sehr präzise eine neue Meinung entwickelten und ihre erste Meinung (Ersturteil) gegenüber der Atomkraft geändert haben. Dies zeigt, dass eine breite Anwendung dieses Modells ein großer Gewinn für die Gesellschaft ist!

Kontakt zum Dienel-Archiv: Antoine Vergne, E-Mail: antoine.vergne /at/ sciences-po.org